„Habt Ihr gesehen, was FF wieder vom Boden geholt hat?“, fragte Tavia in die Runde.

„Ja, ich ahne Schreckliches“, sagte Aurelio.

„Also wenn die jetzt abhauen und mich wieder alleine lassen, dann ziehe ich definitiv aus“, sagte Teddy bestimmt.

„Wieso?“, fragte Frodo. „Beim letzten Mal kamen doch dauernd Leute und haben Dir Futter gegeben und mit Dir gespielt.“

„Dauernd!“, sagte Teddy entrüstet. „Das war zweimal, maximal dreimal am Tag. Ansonsten war ich alleine und durfte auch nicht raus. Das ging ja mal gar nicht.“

„Na ja, so schlimm war es nun wirklich nicht. Ich musste stundenlang im Auto sitzen und es ging immer hin und her. Mir wurde richtig übel dabei“, sagte Aurelio.

Auto fahren war einfach nicht seine Welt. Meistens konnte er sich ablenken, aber manchmal ging es gar nicht gut und er musste sich übergeben.

„Du hast nun mal einen sensiblen Magen“, sagte Tavia und legte ihm ihre Pfote auf die Schulter. „Jeder hat ja so seine Achillesferse.“

„Seit wann kennst Du denn solche Redewendungen?“, mischte sich jetzt Frodo ins Gespräch ein.

„Tja“, antwortete Tavia, „ich bin halt schlau.“

„Genau“, sagte er spöttisch, „wenn Du schläfst.“

„Bist ja nur neidisch, Du oller Opa“, sagte Tavia darauf.

„Nun hört auf“, sagte Aurelio bestimmt. „Wir müssen herausbekommen, warum sie die Koffer heruntergeholt haben. Vielleicht fährt ja nur JF weg und die anderen bleiben hier. Dann ist es ja halb so schlimm.“

„Glaube ich nicht“, sagte Teddy. „Die haben drei Koffer heruntergeholt. Einen für jeden. Ich ahne Schlimmes. Aber eines sage ich Euch: Wenn die länger als einen Tag weg bleiben, gibt es richtig Ärger mit mir.“

„Ein Tag ist doch lächerlich“, sagte Frodo. „Wo willst Du denn für einen Tag Urlaub machen. Außerdem hätten sie dann nicht drei große Koffer heruntergeholt. Das kann nur wieder bedeuten, dass wir in die Hitze fahren, dort wo die Menschen eine andere Sprache sprechen.“

„Na wenn schon, dann hoffe ich, dass es wieder Italien ist. Dort verstehe ich die Menschen wenigstens“, sagte Aurelio.

„Oder Spanien“, sagte jetzt Tavia. „Dort verstehe ich die Menschen wenigstens…“

„Na klar“, sagte Teddy, „Ihr sonnt Euch und schlabbert Pina Colada und ich sitze hier in meinen vier Wänden und kann nur rausschauen. Tolle Sache. Ich hasse Urlaub.“

„Ach, Teddy, wir können Dir ja eine Postkarte schicken“, sagte Aurelio wohlwollend.

„Warum willst Du dem Stinker eine Postkarte schicken?“, fragte Tavia entrüstet. „Der zickt doch dauernd rum. Nee, ganz gewiss bekommt der keine Karte. Für den geb‘ ich doch nicht mein Geld aus.“

„Welches Geld?“, fragte da Frodo lachend. „Du hast doch gar kein Geld und Knochenreste nehmen die nicht für Karte und Porto.“

„Du weißt doch gar nicht, was ich so alles habe“, sagte Tavia mit schmalen Augen. „Du würdest Dich wundern, wenn Du wüsstest…“

„Genau, wundern“, sagte Frodo. „Was hast Du denn schon? Plastikquietscher, Dein rosa Entspannungskissen, Knochenreste und…“

„Ach, halt den Mund, Frodo“, unterbrach Tavia ihn forsch. „Du hast ja keine Ahnung.“

„Hört auf“, sagte da Aurelio. „Schaut mal, was FF gerade gekauft hat. Das ist doch Hundefutter. Und wie viel sie dort hingestellt hat. Das ist dasselbe Futter, das wir letztes Mal bekommen haben. Das wird aber eine lange Reise werden bei den vielen Dosen.“

„Oder FF hat sich mal wieder verrechnet, wie beim letzten Mal“, sagte Frodo hoffnungsvoll.

So viele Dosen, das würde eine lange Reise bedeuten, mindestens zwei Wochen oder noch länger. Oh jee, hoffentlich blieben sie immer an einem und demselben Ort. Er hasste Veränderungen. Das hatte er genug im Leben gehabt. Jetzt wollte er einfach nur Ruhe haben.

„Keine Ahnung, aber das ist das leckere Futter. Da steh ich total drauf. Das bedeutet, sobald wir das Futter bekommen, wissen wir, dass wir in einer Woche losfahren. Das macht FF doch immer so, damit wir uns von unserem Rohfutter wieder an das Dosenfutter gewöhnen können“, führte Tavia umfangreich aus.

„Was ist, wenn die Person, die mich füttert, plötzlich krank wird und ich muss hier jämmerlich verhungern? Einsam und verlassen“, jammerte Teddy.

„Ach, Teddy“, sagte Aurelio beschwichtigend, „FF hat mindestens zwei Personen, die sich um Dich kümmern. Da geht sie doch immer auf Nummer sicher, damit die sich die Arbeit teilen können und zweitens hast Du noch Candice, mit der Du Dich unterhalten und spielen kannst. Du bist doch gar nicht alleine.“

„Die kleine Kröte ist doch keine artgerechte Unterhaltung für mich“, sagte da Teddy entrüstet. „Das ist doch noch ein Kind und ich bin ein erfahrener und ausgewachsener, stattlicher Kater. Das ist doch lächerlich.“

„Nicht artgerecht?“, fragte Frodo. „Du bist ein Kater und sie ist eine Katze. Ihr seid von derselben Gattung. Du spinnst jetzt total. Sei froh, dass Du nicht so lange im Auto fahren musst und zuhause bleiben kannst. Ich würde gerne mit Dir tauschen.“

„Nee, auf keinen Fall. Ich hasse Autofahren und dann müsste ich wieder in so einer doofen Box hocken. Kommt gar nicht in Frage“, sagte Teddy bestimmt.

„Siehst Du, dann hast Du es doch gut und nun hör auf zu meckern“, sagte Tavia.

 

Eine Woche später war es dann soweit. Die Koffer waren gepackt und die Reise konnte beginnen.

„Ach herrje, es ist ja noch dunkel. Warum müssen wir denn schon aufstehen?“,  fragte Aurelio gähnend.

„Cool, heute fahren wir in den Urlaub“, sagte Tavia aufgeregt. „Das wird spitze.“

Alle drei machten sich auf den Weg nach unten, wo FF schon auf sie wartete. Der Morgenspaziergang stand an und das im Dunkeln. Wie aufregend, dachte sich Tavia.

Nach dem Spaziergang standen alle in der Küche und warteten auf ihr Essen. Die Hunde wurden in den Flur geschickt.

„Hä, was ist denn jetzt los?“, fragte Tavia.

„Heute fahren wir los und da Aurelio immer kotzt, bekommen wir alle nichts zu essen. Na toll“, sagte Frodo und schaute Aurelio nicht wirklich freundlich an.

„Ich kann doch nichts dafür, dass mir immer so schlecht wird, wenn ich Auto fahre. Das mache ich doch nicht extra“, sagte Aurelio bedrückt.

„Na ja, auf leerem Magen so rumzufahren ist nicht wirklich toll, aber mach Dir nichts draus“, sagte da Tavia. „Nachher gibt es bestimmt was Tolles zu essen. Dann schlafen wir einfach ’ne Runde im Auto und merken gar nicht, dass wir Hunger haben.“

„Du und schlafen“, witzelte Frodo. „Du kannst doch nie die Augen im Auto schließen. Dafür bist Du viel zu hibbelig.“

„Ich muss doch immer mal schauen, was so passiert“, erwiderte Tavia. „Ich muss doch FF im Blick haben und schauen ob sie auch richtig Auto fährt.“

„Dass ich nicht lache“, sagte Frodo. „Du weißt doch gar nicht, wie man Auto fährt.“

„Doch“, sagte Tavia. „FF hat immer so ein großes, rundes Teil in der Hand und lenkt damit. Mehr ist das alles nicht. Wird völlig überbewertet. Kann doch jeder Hund.“

„Ha, ha, ha“, lachte Frodo. „Das ist noch längst nicht alles. Da gibt es noch das Brems- und Gaspedal und schalten musst Du auch.“

„Wo sind denn diese Brems- und Gaspedale?“, fragte Tavia, die jetzt neugierig geworden war.

„Am Boden des Autos. Da wo die Menschen ihre Füße haben.“

Tavia überlegte.

„Das kann ich doch auch. Ich habe auch Füße“, sagte sie.

„Aber Du kommst doch gar nicht unten dran. Du bist viel zu klein dafür. Wenn Du unten an den Pedalen drücken würdest, dann könntest Du nicht mehr lenken und durch die Scheibe schauen“, sagte Frodo.

„Ach was, wenn ich mich gaaaanz doll strecke, könnte ich das hinbekommen“, sagte Tavia bestimmt.

„Lass mal, Tavia. Es reicht schon, wenn FF fährt“, sagte Aurelio ernsthaft schluckend. „Wenn Du jetzt fahren würdest, dann käme ich aus der Kotzerei gar nicht mehr raus“.

„Na, seid Ihr mal wieder bei Eurem Lieblingsthema?“, fragte Teddy belustigt.

Dabei leckte er sich genüsslich die Lippen.

„Ach, war das heute wieder lecker das Essen. Schade, dass Ihr nichts essen dürft.“

Drei Augenpaare schauten ihn durch Augenschlitze böse an.

„Noch ein Wort, Alter, und es gibt Haue“, sagte Frodo.

„Tja , das kommt davon, wenn Ihr unbedingt in den Urlaub fahren möchtet“, sagte er weiter.

„Unbedingt, ist ja mal übertrieben“, sagte Aurelio. „Ich könnte auch zuhause bleiben. Ich fühle mich hier sehr wohl.“

„Ich auch“, stimmte Frodo ihm zu.

„Ach was, Leute, seid nicht solche Memmen“, sagte da Tavia. „Endlich mal Action in der Bude. Es geht los! FF ruft schon nach uns. Hopp, hopp und tschüss Candice und tschüss Teddy und macht nicht so viel Blödsinn“, sagte Tavia noch lachend und rannte hinaus zum Auto.

Endlich begann der Urlaub. Es konnte nur besser werden.

Alles war eingeladen, die Hunde auf dem Rücksitz angeschnallt und los ging die Fahrt.

 

Nach vier Stunden und ganzen 388 Kilometern später gab es die erste Pause.

„Kommt, Leute, wir sind da. Aussteigen“, rief Tavia und konnte sich kaum mehr auf ihrem Sitz halten.

Alle stiegen aus. Die drei rannten gleich einen schmalen Weg entlang und schnupperten und pischerten und so weiter…

„Cool hier“, sagte Tavia. „So tolle Gerüche. Jetzt gibt es gleich was zu futtern. Mann, hab‘ ich einen Kohldampf.“

„Mir ist immer noch etwas übel“, sagte Aurelio, „aber mir gefällt es hier auch gut.“

„Sagt mal, Leute“, sagte Frodo, „seht Ihr hier eigentlich ein Haus?“

„Wieso Haus?“, fragte Aurelio.

„Na, wo wollen wir denn wohnen? Ich sehe hier weit und breit kein Haus. Ich glaube nicht, dass wir hier unseren Urlaub verbringen. Es sei denn, wir zelten und das kann ich mir nicht vorstellen“, sagte Frodo ahnungsvoll.

„Du meinst also, dass wir noch gar nicht richtig im Urlaub sind?“, fragte Tavia.

„Urlaub schon, aber noch nicht am wirklichen Urlaubsort“, antwortete er Tavia.

„Nicht noch länger Auto fahren“, jammerte Aurelio.

„Das bedeutet, es gibt immer noch nichts zu essen. So eine Scheiße“, sagte Tavia enttäuscht.

„Nimm nicht immer solche Worte in den Mund“, ermahnte sie Frodo.

„Ist doch wahr. Jetzt sind wir schon Tage unterwegs, immer noch nicht angekommen und nichts zu essen“, sagte Tavia deprimiert.

„Na ja, von Tagen kann man wirklich noch nicht sprechen.“ Frodo musste lachen. „Es sind wohl eher fünf Stunden, aber Du hast Recht. Hunger habe ich auch schon ganz schön.“

„Und die F’s essen uns gerade was vor. Wie gemein! Brot mit Aufschnitt und Eier. Wie lecker“, sagte Tavia und ihr lief schon das Wasser im Munde zusammen. „Kommt, Leute, wir betteln mal. Vielleicht fällt ja für uns was ab“, sagte Tavia gierig und rannte zu den F’s.

„Glaube ich ja nicht, aber probieren können wir es ja mal“, sagte Aurelio und rannte mit.

Als letzter wackelte Frodo hinterher.

 

Später im Auto saßen alle wieder vereint auf dem Rücksitz und ihre Mägen knurrten um die Wette.

Weitere vier Stunden später hielten sie wieder an. Dieses Mal wurden die Koffer ausgepackt und es ging in ein Haus mit einer Treppe zu einer Tür auf einem langen Gang. Dort gingen sie auf ihre Zimmer.

„So“, sagte Aurelio, „endlich angekommen. Oder was sagt Ihr?“

Er schaute in die Runde.

„Na ja, es ist hübsch hier, aber meinst Du, dass wir hier länger bleiben?“, fragte Tavia.

„Ich habe keine Ahnung“, sagte Frodo. „Warten wir mal ab, aber für heute fahren wir bestimmt nicht mehr weiter und das ist schon mal gut so.“

„Dann gibt es ja jetzt was zu futtern“, sagte Tavia erfreut und schaute FF glücklich an.

Tatsächlich. Die Näpfe und das Futter wurden herausgeholt und es gab endlich was zu essen. Als sie gegessen hatten, wurde erst einmal eine Stunde Ruhe angesetzt. Danach ging es raus in die Natur. Der Spaziergang war herrlich. Abends aßen die F’s im Restaurant und die drei lagen gemütlich zu ihren Füßen und genossen  das Beisammensein.

Im Bett kuschelten sie sich an JF und FF. AF hatte ein anderes Zimmer und schlief bestimmt schon.

„Was war das für ein aufregender Tag“, sagte Tavia.

„Ja“, antwortete Frodo, „war doch ziemlich spannend und Aurelio hat sich noch nicht mal übergeben“, witzelte Frodo und lachte dabei.

„Am Anfang ging es auch ganz gut, aber in den Kasseler Bergen wurde mir doch sehr mulmig in der Magengegend. Gut, dass mein Magen leer war, sonst hätte es doch ein Unglück gegeben.“

„Mann, bin ich müde“, sagte Tavia und ihr fielen schon die Augen zu.

„Gute Nacht, Leute“, sagte Frodo und auch seine Augen waren schon geschlossen.

Eine Minute später hörte man nur das leise Atmen von zwei Menschen und drei Hunden.

 

Am nächsten Morgen wurde früh aufgestanden. Der morgige Spaziergang verlief etwas feucht. Es regnete und die drei verrichteten zügig ihre Geschäfte. Danach blieben sie in ihrem Zimmer. FF meinte, dass sie es mal lernen sollten, alleine im Hotelzimmer zu bleiben. Komische Idee, aber es klappte gut. Notgedrungen. Sie wurden ja gezwungen.

Danach ging es wieder ins Auto und die Fahrt wurde fortgesetzt.

Der zweite Urlaubstag begann.

Sie fuhren auf einer Autobahn, auf der sie ein paar Mal anhalten mussten. Entweder, um eine Karte aus einem Automaten zu ziehen oder an einer anderen Stelle, um die Karte wieder in einen Automaten zu stecken und danach noch Geld in einen anderen Automaten zu schieben. War schon komisch. Warum holte man erst eine Karte heraus, um diese wieder in einen anderen Automaten reinzustecken? Macht doch keinen Sinn. Kann man doch gleich lassen.

Tavia schüttelte immer mal wieder mit dem Kopf. Die Menschen waren manchmal schon komisch, dass sie so was überhaupt machten. Tavia wäre einfach drum herum gefahren. Warum sollte sie für eine Karte, die sie dann doch wieder weggeben musste, Geld bezahlen. Ts, ts, ts. Verrückte Zweibeiner! Aber dann wurde es noch merkwürdiger.

Das Auto trank. Sie hielten wieder an einem Ort an, an dem viele Autos standen und FF füllte irgendetwas in das Auto hinein. Man hörte es etwas gluckern. Seit wann können Autos trinken? Das waren doch Maschinen. Verrückte Welt!

Aber endlich ging es weiter und es wurde schon ganz schön warm im Auto. JF stellte irgend etwas hinten ein und es kam eine frische kühle Brise aus so merkwürdigen Schlitzen in der Mitte des Autos heraus. Ihre Haare wehten im Wind und sie stellte sich vor, sie wäre auf einer tollen Wiese, die voller Vögel und Schmetterlingen war, denen sie hinterher jagen konnte. Dabei wehte ihr ein leichter Wind ins Gesicht.

Doch dann stoppte das Auto. Was war los? Endlich da? FF öffnete die Tür und heiße Luft strömte ins Auto. FF ging kurz weg und kam gleich wieder. Die Koffer wurden ausgepackt und alle zusammen gingen in ein Hotel in den ersten Stock und wieder in ein Zimmer. Waren sie jetzt endlich angekommen?

„Das Zimmer ist aber viel kleiner als das gestern“, sagte Aurelio und schaute sich um.

„Aber schön kühl. Draußen ist ja eine Affenhitze. Das kann ja keiner aushalten“, sagte Frodo und legte sich gleich an die kühle Wand.

„Irgendwie finde ich es hier nicht so schön. Die F’s sehen auch nicht wirklich glücklich aus. Hoffentlich bleiben wir hier nicht so lange“, sagte Tavia.

„Glaube ich nicht“, rief Frodo von der Wand aus. „Das ist bestimmt auch nur eine Übernachtung. Dann geht es morgen schon wieder weiter. Hoffentlich kommen wir irgendwann auch mal an. Dieses ewige Einsteigen, Fahren, Aussteigen nervt langsam und immer nur abends essen, ist auch ätzend. Ich werde ja richtig dünn auf meine alten Tage. Und da sag mal jemand im Urlaub nimmste zu.“

„Mal abwarten“, sagte Aurelio ganz ruhig. „Hauptsache, wir müssen heute nicht mehr fahren. Außerdem muss ich mal…“

Danach gingen sie mit FF spazieren.

„Mann, ist das hier laut“, schimpfte Frodo.

„Hier fahren Autos, dahinten auch, da kommt die Bahn und auf der anderen Seite haben wir einen Flugplatz. Mensch, was hat denn FF da für einen Schuppen ausgesucht. Geht ja mal gar nicht.“

„Ist doch super cool. Ich habe noch nie einen Flugplatz gesehen. Das sind aber kleine Flugzeuge und sieh mal ein kleines Ding mit sich drehenden Dingern dran. Der kann auf der Stelle stehen. Ist ja hammergeil“, sagte Tavia ganz aufgeregt.

Sie wusste gar nicht, wo sie als erstes hinsehen sollte. So aufregend war alles.

„Das ist ein Hubschrauber, Du Töffel. Du kennst ja wohl gar nichts“, sagte Frodo.

„Hey, Leute“, sagte Aurelio, „hier liegen leckere Äpfel. Habt Ihr Hunger?“

Er zeigte auf eine Apfelplantage.

Dort lagen bereits diverse rote Äpfel auf dem Boden.

„Mmh, lecker“, sagte Tavia und verspeiste gerade einen halben Apfel.

„Nicht schon wieder Obst. Ich brauche jetzt endlich etwas Fleisch zwischen den Zähnen, sonst magere ich noch komplett ab“, sagte Frodo und schüttelte sich vor Ekel.

Immer diese Gesundheitsfanatiker.

FF zog Tavia und Aurelio aber kurz darauf von den Äpfeln weg und weiter die Straße hinunter.

Zurückgekommen gab es dann endlich etwas zu essen. Die Hunde verschlangen ihr Essen in Sekundenschnelle und legten sich, nachdem Aurelio noch einmal herzhaft gerülpst hat, gemütlich ins Bett. So konnte es weitergehen. Natürlich nur mit dem Essen. War ja klar.

Die drei F’s bestellten sich ihr Essen auf das Zimmer, so dass alle gemütlich beisammen bleiben konnten.

Nach dem Abendspaziergang ging es dann ab ins kuschelige Bett. Frodo lag unter dem Doppelbett und Tavia und Aurelio kuschelten sich an JF und FF ran. Mehr an FF, denn JF schlief immer recht unruhig und das hasste Aurelio.

 

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück und dem morgendlichen Spaziergang fuhren sie wieder weiter.

Gott sei dank, dachten sich die drei Hunde. Hier war es zwar spannend, aber irgendwie nicht wirklich gemütlich. Es fuhren hier unheimlich viele Motorradfahrer hin und her. Vielleicht kannten die sich ja alle? Wer weiß.

Nach weiteren fünf Stunden Fahrt kamen sie an eine kleine Straße, fuhren diese entlang und hielten an einem großen Tor.

„Sind wir endlich da?“, rief Tavia und zappelte auf dem Rücksitz hin und her.

„Keine Ahnung“, sagte Aurelio schläfrig und blinzelte in die Sonne. „Ist das hell hier. Viel heller als zuhause oder kommt es mir nur so vor. Ich habe meine Sonnenbrille vergessen. So ein Mist.“

„Boah, die Sonne knallt vielleicht. Ich sitze genau in der Sonne“, sagte Frodo hechelnd. „Rück mal ein bisschen. Du sitzt ja im Schatten. Das ist mir zu heiß hier. Los beweg Deinen Hintern, Aurelio.“

„Ich kann nicht mehr rücken. Tavia nimmt so viel Platz ein.“

„Ach, sorry, Aurelio, ich kann nicht ruhig sitzen. Bin doch so aufgeregt“, sagte Tavia. „Sind wir schon da?“, fragte sie noch ein zweites Mal.

„Wahrscheinlich, sonst würden wir hier nicht stehen. Warum geht denn das blöde Tor nicht auf?“, fragte er.

„Keine Ahnung. Die F’s haben wohl keinen Schlüssel“, sagte Aurelio.

„Da! Seht mal“, sagte Tavia, „da kommt ein Auto. Jetzt geht es los. Seht Ihr?“

„Mann, ist die aufgedreht“, sagte Frodo, der gerade versuchte einen Teil seines Hinterns in den Schatten zu schieben.

Das Auto kam, der Fahrer öffnete die Tür und fuhr auf das Grundstück. Sie folgten ihm mit ihrem Wagen. Das Tor schloss sich wieder und am Haus angekommen, stiegen alle aus. Tavia als erstes. Sie riss fast Aurelio mit und am Ende wurde Frodo ganz vorsichtig von FF aus dem Auto gehoben. Dann hielt die drei nichts mehr. Bellend und freudestrahlend liefen sie ins Haus und auf dem Grundstück hin und her.

„Das kennen wir doch schon. Das ist das coole Haus vom letzten Jahr“, sagte Tavia aufgeregt. „Das ist super. Wir können wieder die Nachbarshunde anbellen.“

„Ja“, rief Aurelio, „das wird wieder klasse und ich kann wieder mit dem Ball spielen. Das Grundstück ist ja riesig. Mindestens zig Tausende von…“, Aurelio überlegte, „von irgendwas. Echt klasse!“ Er grinste breit.

„Hier kann ich wenigstens den ganzen Tag faulenzen und keiner will was von mir“, sagte Frodo. „Endlich Urlaub!“

Dann stand er auf, ging ins Haus und rief laut: „Wo bleibt mein Essen?“

Die anderen folgten ihm und was sie dann noch alles Spannendes erlebten, erfahrt Ihr im nächsten Heft.

 

Teilen: