Moin zusammen, hier möchte ich Euch ein wenig davon erzählen, wie man Hunde erziehen kann und welche Tricks es gibt. Natürlich gilt das nicht für mich, denn ich bin ja schlau, aber meine 3 F’s denken, dass es funktioniert und ich lasse sie gerne in ihrem Glauben. Aber ich weiß es natürlich besser… Hi, hi, hi.

Heute stelle ich Euch mal die sogenannte Leinenführigkeit vor. Menschen denken, dass wir Hunde immer neben ihnen gehen sollen oder, wenn es nicht anders geht, auch hinter den Menschen. Das finde ich persönlich total blöd, denn vorne spielt sich doch das Leben ab und ich hasse es, nicht die Erste sein zu können…

Also, zu Beginn nimmt man eine normale, kurze Leine, so ungefähr 1,10 m lang und befestigt sie an einem Halsband oder Geschirr. Ein Ende am Menschen und das andere Ende bei uns dran. Jetzt führen wir den Menschen aus… Nee, stopp, soll ja andersherum sein. Hab ich das doch wieder verwechselt.

Dann gehen wir spazieren. Wenn es am Anfang nicht gleich klappt, dann den Hund vor sich stehen lassen, rückwärts gehen und den Hund zu sich führen. Wenn er dann dicht bei dem Menschen ist, eine halbe Drehung nach links machen und automatisch ist der Hund neben Dir auf der linken Seite. Jetzt läuft der Hund brav neben dem Menschen.

Haste Dir so gedacht. Der Hund fragt sich: „Und nun?“ Und läuft dann wieder kreuz und quer. Tja, wir sind ja nicht blöd und langweilig einfach nur nebenher laufen, ist doch doof. Daher müsst Ihr Menschen uns schon was bieten. Ich sage immer: Liebe geht durch den Magen, also her mit den Leckerlies. Das hilft schon mal etwas, aber nie lange.

Nun gibt es noch Tricks, dass die Menschen kreuz und quer gehen, die Richtung immer wieder wechseln, damit es nicht langweilig und eintönig für uns Hunde wird. Das funktioniert dann schon besser. Doch an der Straße ist das natürlich eher schlechter, denn da müsste man häufiger die Straßenseite wechseln. Dies hätte allerdings möglicherweise zur Folge, dass der Hundehalter von anderen Menschen als etwas verrückt angesehen werden wird. Vielleicht denkt das aber auch der Hund. Aber was soll’s. Hauptsache es funktioniert und Mensch und Hund gehen harmonisch nebeneinander.

Wichtig ist, dass der Spaziergang mit uns nicht eintönig wird und Ihr nicht immer dieselbe Strecke geht. Jeden Tag der gleichen Weg ist total öde und da wir dann ja wissen, wo wir hingehen müssen, laufen wir natürlich gerne vorneweg und machen das, was uns einigermaßen Freude bereitet. Ihr Menschen seid doch auch nicht glücklich, wenn Ihr tagein tagaus immer denselben Ablauf habt.

Klar, wir Hunde mögen gerne feste Abläufe, denn das gibt uns Sicherheit, aber doch nicht 8.000 Wochen im Jahr oder so. Und wenn es nur zwei bis drei mal die Woche ist. Egal. Treffen mit anderen Hunden ist immer cool und gemeinsame Spaziergänge mit anderen Menschen und natürlich Hunden ist auch klasse. Denkt mal darüber nach, wie Ihr Euch fühlt, wenn alles immer gleich verläuft. Öde oder?

Dann haben sich die Menschen noch was anderes ausgedacht, um uns Hunde zu trainieren, nämlich den Clicker. Total unnötig, wie ich finde, denn ich finde alle Arten von Unterordnung oder das Lernen doof. Aber ich glaube, das sagte ich schon mal. (Grins)

Also der Klickton beim Clicker soll dem Hund im richtigen Moment sein positives Verhalten darstellen und bestätigen. Wenn also ein Hund immer hochspringt und er kurz mal sitzen bleibt und nicht hochspringt, dann klicken, damit der Hund weiß, das ist jetzt richtig und nicht das Hochspringen. Das muss man erst mal wissen. Bei einigen Hunden kann das aber lange dauern, denn wir Hunde haben eine Aufmerksamkeitsauffassung von ungefähr einer Millisekunde, wenn es darum geht aufzupassen und zu lernen. Irre kurz also. Ihr Menschen müsst höllisch schnell sein und uns gut beobachten. Sonst habt Ihr verloren.

Wir haben das mit dem Clicker auch schon geübt. Ja, es war okay, aber es nervte echt ein wenig. FF mag es lieber leise, also nur mit Handzeichen ohne Ton. Finde ich auch gut. Allerdings klappt das bei mir nicht immer. Wenn ich dann mit meiner Schleppleine doch mal in den Wald husche, kann sie ganz schön laut werden. Dann komme ich meist schnell zurück. Besser ist das…

Immerhin bin ich schon von der 10 m Schleppleine zu einer 1,5 m Leine gekommen. Ich habe mich also schon echt gebessert. FF meint aber, dass bei mir manchmal wirklich Hopfen und Malz verloren ist. Verstehe zwar nicht, was die damit meint, aber lieb hat sie mich trotzdem, auch wenn ich mal nicht höre. Später kuscheln wir doch immer wieder miteinander. Tja, ich bin halt die Beste und die 3F’s auch.

Ach, noch was, bevor ich es vergesse. Es gibt ja auch ausziehbare Leinen mit so einem Griff dran für die Menschen. Da kann man die Länge der Leine verstellen und die Leine zieht sich von alleine wieder ein. Die finde ich nicht so gut. Aurelio hatte auch mal eine dran. Dann rutschte dem Menschen der Griff aus der Hand und das ganze Ding knallte gegen Aurelios Hintern. Er erschreckte sich total und lief erst einmal in den Wald, kam dann gleich wieder, aber sein Hintern hat noch Tage weh getan. Jetzt stellt Euch mal vor, das wäre an der Straße passiert und ein Auto wäre gekommen. Sorry, aber ich möchte nicht weiter darüber nachdenken.

Also nehmt lieber eine normale Leine oder eine gaaaanz lange Leine oder noch besser keine Leine… Aber passt auf, dass kein Polizist in der Nähe ist, sonst gibt es Ärger für Frauchen und Herrchen…

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